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Der Internationale Verband der Periodischen Presse (FIPP) prüft eine Beschwerde des Verbands deutscher Zeitungsverleger (VDZ), die maßgeblich vom Springer Verlag vorangetrieben wurde. Springer und andere deutsche Verleger sind unzufrieden mit Apples Zulassungspolitik in den AppStore und sehen im Verbot nackter Haut einen ersten Schritt zur willkürlichen Zensur.

Apple habe die Kontrolle über die veröffentlichten Inhalte und nicht mehr die Verleger. Heute sei es nackte Haut, morgen könne Apple sich auch gegen kontroverse gesellschaftliche und politische Themen sperren, befürchten die Verleger.

 

Insbesondere das bei der Bild App* integrierte Schüttel das Bild Girl, bei dem man durch Schütteln des iPhone das Bild Girl Stück für Stück ausziehen kann, sei beeinträchtigt. In der Printausgabe des Boulevardblatts wird täglich eine junge Dame barbusig oder ganz nackt gezeigt. Apples Politik ist nun allerdings, dass nackte Haut nur bis zu in Unterwäsche oder Bikini bekleidete Damen erlaubt ist. Springer sieht hier seine publizistische Freiheit eingeschränkt.

 

Die Bild-Zeitung ist aber nicht das einzige Blatt, dass unter Apple Prüderie zu leiden hat: Im November wurde auch die iPhone App des Stern* aus dem AppStore verbannt, da eine erotische Bildergalerie integriert war.

 

Nun hat sich VDZ Chef Wolfgang Fürstner zu Wort gemeldet und lässt sich mit der Ankündigung zitieren, man "könne und werde als Verlage unsere Seele nicht verkaufen, nur um ein paar Kröten von Apple zu bekommen". Der Konflikt geht hier über nackte Tatsachen hinaus. Die Verlage befürchten, dass Apple als letzter Torwächter vor der Veröffentlichung der Inhalte im digitalen Vertrieb zu viel Macht bekommt. Man befürchte, dass Apple "heute gegen Nippel, morgen gegen Inhalte" vorgehen werde.

 

(Gesehen bei guardian.co.uk und Spiegel Online)

 

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Der Autor Christian Flack schreibt seit Montag, 24. August 2009 für MacWire.de.

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